Menschenwärts

Wir dürfen nicht alleine bleiben,
wenn wir wie betäubt
das Grauen spüren in unseren Fasern,
das längst tot geglaubte,
gemordete und
eilig verscharrte.
Wenn Asche uns den Atem nimmt und
am helllichten Tag wir
wie Fremde sind
in dieser Welt und
mutterseelenallein,
dann müssen wir
hoffen dürfen, dass es da
ein Wort gibt,
das seine Hand
in die unsere legt und
bei uns bleibt, damit endlich
Friede wird
in der Welt.

 

(Silvia Moser, „Menschenwärts“)